Goatfarm Tobago

Goatfarm Tobago
Ziegen im Freilauf

Samstag, 5. März 2011

mit viel Druck von allen Seiten geht es weiter....

Es war eine Erleichterung fuer mich das die Zeit im Restaurant beendet war. Viel Geld habe ich nicht verloren aber auch nichts gewonnen.
Mein Erspartes war nun aufgebraucht. Jetzt war Geld verdienen angesagt. Das neue Haus, von meinem Geld gebaut, war noch nicht ganz fertig und die letzten Rechnungen  nicht gezahlt.
Das Einzige womit sich mein Mann waehrend dieser Zeit intensiv beschaeftigte war, Kaeufer fuer das Land um uns herum zu finden.
Als wir  1998 auf dem Estate eintrafen hatte es noch eine Groesse von 250 acre. Meinem Mann gehoerte ein Anteil von 10 % der Orange Hill Ranch LTD, die Besitzerin des Landes war. Also hatte er Anspruch auf  25 acre oder den Geldwert dieses Landes.
Vor ca 40 Jahren hat er fuer kurze Zeit auf der damaligen Holstein Kuhfarm des Estates den Manager gespielt. Aus dieser Zeit stammten auch seine angeblichen landwirtschaftlichen Kenntnisse.
Er war der festen Meinung das sich mit seinem, unserem Hiersein die Besitzverhaeltnisse klaeren und er seinen Anteil des Landes erhalten wuerde.
Die Familie und die anderen Anteilseigner hatten uns den Aufenthalt und die Nutzung des Cottages mit der Zuckerfabrik genehmigt.
Sie waren aber nicht bereit uns einen Pachtvertrag oder aehnliches zu geben, noch wollten sie meinem Mann sein Land ueberschreiben. Welches Stueck der 250 acre sollten es auch sein. Wir wohnten ja auf dem besten Stueck mit Strassenanschluss. Er solle sein Land kaufen wurde ihm gesagt.
                                Ich hatte noch nie gehoert das man  Eigentum kaufen muss.

Ohne Pachtvertrag oder Eigentumsurkunde eines bestimmten Stueck Landes kann man von keiner Bank Geld bekommen. Wie sollte eine Existenz gegruendet werden ? Wir waren in eine Sackgasse geraten.
Die staendigen Zankereien mit einigen Mitgliedern seiner  Familie nahmen schlimme Formen an.
Noch waehrend unserer Zeit im Restaurant musste ich mir die Streitgespraeche am Telefon, die sehr lautstark gefuehrt wurden, anhoeren. Die Gaeste haben sicher auch oefter mit gehoert.

Das neu gebaute Haus sollten wir abreissen  . Unsere Welt geriet aus den Fugen.
Kein Geld kam rein, die Familie machte Stress und wollte uns hier weg haben. Diesem Druck konnte mein Mann nicht standhalten. Er kann zwar selber sehr viel Druck ausueben aber wenn man ihn mit dem Ruecken an eine Wand stellt wird es gefaehrlich.          In diesem Falle fuer mich !!!!!!!

Ich war nicht mehr die ihn anhimmelnde Ehefrau, habe oefter meine Meinung gesagt und vieles in Frage gestellt.
Dazu noch gefordert das er seine Familie ernaehrt und auch sonst zuviel von ihm verlangt.
Eigentlich aber nichts was jeder andere Ehemann als sein Pflicht angesehen haette.
Geld kann er nur machen wenn er an/und verkaufen kann. Ich nenne das kungeln.
So hat er  Baeume faellen lassen und das Holz verkauft. Die Familie kam dahinter und es gab Krach.

Fuer ein Stueck Land uns gegenueber, hat er eine Anzahlung von 50.000 TT $ angenommen. Dazu war er aber nicht befugt. Von dem Geld haben wir einen Teil verbraucht, wir mussten ja leben.
Der Verkauf ging nicht ueber die Buehne und spaeter musste ich dann das Geld an den Herrn zurueck zahlen.

Gott sei Dank wurde ein anderes Stueck Land endlich verkauft und es war moeglich. Von den 10 % die er aus dem Erloes bekam konnten wir wieder einige Zeit leben.
                    Wieder einmal von etwas leben was eigentlich ein "Notgroschen" sein soll oder in eine Existenz investiert werden konnte.
                     Naja, dazu kam es sowieso nicht mehr.
Mein Mann hat sicherlich schon zu diesem Zeitpunkt, zumindest denke ich das heute, seinen Abgang geplant. Er wusste nur noch nicht wie er es bewerkstelligen sollte. Sein schlechtes Verhalten und die Schikane die er mir gegenueber an den Tag legte haben nicht ausgereicht mich zu verjagen.
Heimlich hat er sich ein Bankkonto eroeffnet, worauf die zukuenftigen Einahmen aus den Landverkaeufen oder aehnliches fliessen sollten. Natuerlich habe ich das per Zufall entdeckt und auf meine Frage warum er solche Heimlichkeiten hat, wurde alles abgestritten.
Fuer mich die sich bisher um alles gekuemmert hat, alle Geldangelegenheiten usw.erledigen musste war dies undenkbar.
Das dieses Verhalten oberfaul war und noch mehr folgen sollte lag auf der Hand.
Telefongespraeche mit seinem Bruder, der fuer Geldueberweisungen an ihn zustaendig war, wurden heimlich gefuehrt. Unser Haus ist aber sehr hellhoerig und bei merkwuerdigem Benehmen meiner Mitmenschen fahren meine Antennen ganz schnell aus.
Ich habe ihn dann aufgefordert nun in Zukunft alles zu zahlen da er ja ueber ein Bankkonto verfuegten wuerde auf dem mit Sicherheit auch Geld sein muesste, da die Bank ihm einen hohen Kreditrahmen eingeraeumt hatte.

Was danach passierte  kann man sich kaum vorstellen und ich will auch keine Einzelheiten berichten.

Denn obwohl so viele Jahre seitdem vergangen sind faellt es mir sehr schwer ueber soviel Brutalitaet zu schreiben.
Stundenlang bin ich mit dem Auto herum gefahren und hatte Angst nach Hause zu kommen. Angst das ich es nicht ueberleben wuerde.
Wie oft bin ich schon zuvor aus dem Haus gejagt ohne Schuhe die mit spitzen Steinen belegte Strasse  runter gerannt, auf der Suche nach einem Telefon. Die naechsten Nachbarn hatten aber keines. Wen ich anrufen sollte wusste ich sowieso nicht.
Unsere Nachbarn von der Pferdefarm mussten mir auch  helfen und  haben meinen Mann in`s Gewissen geredet. Es hat alles nichts genuetzt. Er wollte mich los sein und suchte einen Weg das zu erreichen.
             

                           Geld hatte ich nicht mehr und seines rollte nun an aus den Landverkaeufen. Wozu brauchte er noch so eine unbequeme  Frau die ihn nur zur Arbeit antreiben wollte.                            
Mit meiner Hartnaeckigkeit hat er nicht gerechnet. Mein Verantwortungsgefuehl haette es nie zugelassen das ich alles stehen und liegen  lasse und mich einfach davon mache. Es waren schon Tiere da die versorgt werden mussten und ich selbst hatte auch vieles zu verlieren.
Ich haette auch nicht wegrennen koennen, mein Geld haette notfalls fuer ein Ticket in die Heimat gereicht,                                                    aber was dann ?
Resultat, der feine Herr lies mich nun die ganze Arbeit alleine machen. Vorher hat er doch ab und an etwas getan. Fuer sich hat er eine Haengematte aufgehaengt und die taeglichen Fahrten zum Beach waren jetzt endlich moeglich.
Es dauerte nicht lange und ich wollte diese Sache klaeren. Auf die einfache Frage, freundlich gestellt wie er sich  das Zusammenleben vorstelle und ob er nun gar nichts mehr arbeiten wolle, griff er nach seinem Schluesselbund und sagte nur zu seiner reizenden Tochter.
                                         Let`s go Michaela...

und er verschwand.


Fortsetzung folgt......

Freitag, 11. Februar 2011

die erste Selbstaendigkeit, endlich Geld verdienen...

.

Schon in Deutschland hatten wir darueber gesprochen das ich auf keinen Fall wieder in einer Kueche arbeiten oder auch nur irgend etwas mit kochen fuer Gaeste zu tun haben wollte.
Mehr als 30 Jahre in der Betriebsverpflegung waren lange genug.
Mit ein Grund aus Deutschland auszuwandern war sicher auch, dem Stress dieser Arbeit zu entfliehen.
                                    Ein frommer Wunsch !!!!
Ebenso habe ich meinem Ehemann klar gemacht das es in seinem Heimatland auch seine Verantwortung ist die Familie zu ernaehren.        
                                   Ich habe immer meine Familie ernaehrt !
Dies hat er mir woertlich geantwortet und dieser Spruch hat sich in mein Gehirn gebrannt.
Eine glatte Luege. Viel spaeter habe ich erfahren das alle Frauen in seinem Leben fuer das "Geld machen" zustaendig waren. Er war immer nur ein Trittbrettfahrer. Fuer Aktivitaeten im Arbeitsbereich war er viel zu traege.  Beweglich wurde er nur wenn es um Aktivitaeten in der Freizeit ging.
                                 -  Let`s go to the Beach -
War in diesen Anfangsjahren sein  fast taeglicher Spruch. An einem Wochenende den Strand zu besuchen ist normal wenn man auf einer Insel lebt. Jeden morgen zu schwimmen wenn man  das Meer vor der Nase hat auch.
Aber taeglich an den Strand  fahren zu wollen wenn man eigentlich arbeiten muesste um Geld zu verdienen ist geradezu eine Frechheit. Wir waren nicht reich und vor allem noch keine Rentner.

Nachdem die Zeit der Vertretung im Hotel  zu Ende war ubernahmen wir das Restaurant des Hotels Coconut Inn. Die Besitzerin Rici hatte mir damit staendig in den Ohren gelegen. Sie wollte die "Gute Deutsche Kueche" in ihrem Hotel haben.
Aus reiner Verzweiflung, weil immer noch kein Einkommen da war,  habe ich letztendlich zugesagt.
                                          Da hatte ich wieder meinen Stress !!!!
Es gelang mir eine Speisenkarte zusammen zu stellen die karibisch angehaucht war die Zutaten aber ebenso auf einem deutschen Menueplan haetten stehen koennen.
Wer war nun wieder die Person die alles in die Wege geleitet hat.

                                          Dreimal darf man raten  !
Wer hat das Menue zusammen gestellt?  Wer die Speisenkarte  gestaltet und auf dem PC geschrieben.
Muehevoll Trevor die  englischen Woerter aus der Nase gezogen. Meine Englischkenntnisse hielten sich damals noch in Grenzen.
Sich um die Tischwaesche gekuemmert um dem Restaurant eine beondere Note zu geben.  Das passende Geschirr  ausgesucht es auch gekauft und bezahlt.
Wer hat  die Zutaten und Einkaufsliste geschrieben, letztendlich gekocht angerichtet und alles warm auf den Tisch gebracht. In der Nacht die Kueche aufgeraeumt und geputzt. Die Buchfuehrung am Computer gemacht  und und und.

Der gnaedige Herr war voll damit beschaeftigt und schnell ueberlastet Einkaufstueten zu tragen. Den Kellner zu spielen, Brotscheiben mit Kraeuterbutter und die Getraenke zu servieren. Rechnungen zu schreiben und Geld zu kassieren. Die Gaeste zu bequatschen ( einige fanden das gut ) mich dabei sehr oft in der Kueche zu vergessen. Ebenso andere Gaeste deren Essen kalt wurde, weil ich ihn weder mit guten Worten noch mit der Klingel von dem bequatschten Tisch wegholen konnte.
Mein Gott ging mir das an die Nerven. Noch nie in meinem Leben habe ich in einer meiner Kuechen in einem solch  schlechten Team gearbeitet. Geld fuer eine Kuechenhilfe konnten wir noch nicht aufbringen.

Kein Wunder das ich krank wurde. Wie eine Erkaeltung fing es an und hat sich zu einer Bellschen Parese entwickelt. Die linke Gesichtshaelfte wurde steif und hat sich nach oben gezogen. Ich sah aus wie ein Zombie.
Fuer mehrere Tage mussten wir schliessen und wir hatten keine Einnahmen.
Normalerweise sollte man sich sicher  laengere Zeit  erholen, aber nach wenigen Tagen stand ich wieder am Herd.
Nach noch nicht einmal einem  Jahr war der Spuk vorbei ! Das Hotel Coconut Inn lebte von deutschen Touristen die ueber TUI ins Land kamen. Im darauf folgenden Jahr hat TUI kurzerhand Tobago aus dem Reisekatalog geworfen und die Urlauberzahl ging rapide zurueck.

Das Restaurant hatte kaum  Besucher  weil es nicht sehr central gelegen war. Wir waren auf Hotelgaeste angewiesen.
In Tobago spielt sich das beste Restaurantgeschaeft um den Flughafen ab weil dort die meisten Gaestehaeuser sind. Hotels sind fast alle "All inclusive" und solche Urlauber besuchen nicht oft ein Restaurant.

In der Zwischenzeit hatte ich  einige Ziegen gekauft und wir hofften nach Aufgabe des Restaurants  mit denen etwas aufbauen zu keonnen.
Schon waehrend der Zeit im Restaurant kauften wir ab und an Milch von der Governmentfarm und ich habe Joghurt und Quark davon gemacht.  Wohl gemerkt wieder einmal ich !!!
Die Produkte habe ich an Hotelgaeste und die Hotelbesitzerin verkauft.

Unsere wenigen Ziegen wurden nicht heiss ( es war kein Bock dabei ) und somit auch nicht traechtig.
Es war klar  das  man von diesem  Geschaeft  noch nicht leben konnte.
Als die Ziegen dann endlich Nachwuchs brachten wollte keiner diesen haben und wir mussten die Jungtiere billig an Haendler abgeben.
Von der Milch konnte ich  nicht viel verarbeiten  weil ich keinen Absatzmarkt hatte. Sie landete erst einmal in der Gefriertruhe und wurde spaeter weg geschuettet.
Alles in allem eine frustrierende Situation. Die Spannungen in der  Beziehung verstaerkten sich und das Zusammenleben unertraeglich. Mir waren die Augen aufgegangen und mein so viel geliebter grosser Mann wurde immer kleiner.
Ich war einfach nicht mehr froehlich  und verlor  meinen Mut. Ich konnte  nicht mehr nett zu meinem Mann sein weil er mich schlecht behandelte. Ich war keine Ehefrau ich war nur das Arbeitstier und die missratene Tochter Michaela verschaerfte die Situation noch. Aber das habe ich bereits geschrieben.

So kam es wie es kommen musste, das traurige Ender der Beziehung war nahe.
Wie diese Ende sich gestaltete werde ich spaeter berichten, es wird sicher keine schoene Geschichte.


Bilder folgen.

Sonntag, 23. Januar 2011

der Alltag holt uns ein...

Nun war es mal wieder soweit. Wer war derjenige der Geld verdienen musste ? Natuerlich ich !
Ganz geschickt hat mein Mann das eingefaedelt.
Bei seinen Fahrten auf der Suche nach der Vergangenheit, ich werde spaeter erklaeren was damit gemeint ist, traf er ein Bekannte die frueher ebenfalls in Trinidad wohnte.
Diese arbeitete in einem Hotel welches einer Deutschen gehoerte. Wie es das Glueck wollte fehlte in dem Hotel eine Kraft wegen Mutterschaftsurlaub. Das kam meinem Mann gerade recht.
Er besass die Frechheit zu sagen das dies wohl ein guter Job fuer mich waere , da ich mich zuhause ja sowieso langweile. Lachhaft ich habe mich noch nie gelangweilt.
Verblendet wie ich noch immer war sagte ich zu. Natuerlich hat auch die Angst ,mein restliches Geld fuer den Lebensunterhalt ausgeben zu muessen, mich getrieben den Job anzunehmen.
Die erste Gehaltszahlung hat mich zum Weinen gebracht. Fuer so wenig Geld hatte ich, ausser zu meiner Zeit als Praktikantin, noch nie arbeiten muessen. Immer noch an die deutsche Mark gewoehnt, konnte ich mich mit solch einem geringen Gehalt nur schwer abfinden.
Heute kann ich sagen, waere ich  zuhause geblieben haette ich viel Schaden  verhindern koennen.

Dort hatten wir  begonnen unser Haus auf die Zuckerfabrik zu bauen.
Das Geld das ich verdiente habe ich eigentlich gleich wieder verloren. Es wurde soviel Mist gemacht. Mit einer guten Hausfrau beim Hausbau zugegen waere das nicht passiert . Die Moebel und Teppiche die wir in der Zuckerfabrik gelagert hatten wurden wegen der Bauarbeiten hin und her transportiert. Teppiche lagen im  Regen. Moebel gingen aus dem Leim und zum guten Schluss hat man uns auch jede Menge gestohlen.
Cottage und neues Haus Rohbau
Mein Mann hat natuerlich immer sein Mittagsschlaefchen gehalten und die Maenner auch sonst oft ohne Aufsicht gelassen.
Die haben sich  in meine offenen Schraenke gelegt in denen die Daunenbetten lagerten und ebenfalls geschlafen.
Kein Wunder das am Schluss das Geld nicht reichte und das Haus nicht wie geplant fertig wurde.
Wir hatten einen Festpreis abgemacht der in  Dritteln gezahlt wurde.
Der Vorarbeiter war auch oft nicht da und die Maenner haben entsprechend langsam gearbeitet.
Ein Holzhaus kann man eigentlich in vier bis sechs Wochen fertigstellen. Unser Haus zu bauen hat mehr als sechs Monate gedauert.
Mit der Arbeitsmoral  der Tobagonier ist es nicht weit her. Die Baupreise sind in den letzten Jahren nicht nur wegen der immer teurer werdenden Materialkosten explodiert. Keiner arbeitet einen vollen Arbeitstag.
Die staatlichen Jobs, jeder hat einen Job an der Strasse vom Government bezahlt, verhindern schon einmal das man morgens frueh anfaengt. Gegen elf Uhr trudelt man so langsam ein. Puenktlich gegen  vier holt der Vorarbeiter die Arbeiter schon wieder ab. Die wenigen Stunden  fuer einen vollen Tageslohn. Dieser ist ebenfalls um ein vielfaches hoeher als man in anderen Bereichen zB. Hotel & Gastgewerbe verdient.  Ein Hilfsarbeiter am Bau verdient dreimal mehr als eine Kuechenhilfe oder Arbeiter eines Sicherheitsdienstes.

Die Arbeit im Hotel war nicht mein Fall. An der Rezeption hat man es auch sehr oft mit unzufriedenen Kunden zu tun und von denen hatte ich in meinem Leben bereits genug kennen gelernt.
Es passierte aber auch weiterhin nichts was meinem Mann veranlasste Geld zu verdienen.
Rici Hotelbesitzerin, Claudia und ich noch schlank .
Er war ja nun Bauherr und hatte viel zu tun. Am Abend habe ich mir dann die Geschichten  seines Tages ueber den Kampf mit den Bauarbeitern angehoert. Eigentlich nichts schlimmes, Gleiches habe ich auch gemacht wenn ich in Deutschland von der Arbeit nachhause kam.
Nur hier war es etwas anderes, wusste ich doch und hatte inzwischen gelernt das es auch mit seiner Arbeitsmoral nicht weit her war.
Sein Hauptinteresse galt, wie oben bereits erwaehnt, der Vergangenheit. Das habe ich damals so gemacht und dieses so. Mit seiner Tochter gemeinsam haben sie die Vergangenheit durchgehechelt und die Worte " we use to do this and that " wurden Schlagwoerter. Die alten Storys immer wieder aufgewarmt und allen erzaehlt. Bis sie dazu fuehrten das ich meine Ohren auf Durchzug stellen musste. Mein Gehirn manschmal abschaltete oder mich verstaerkt mit meiner Zukunft befasste.
Immer war er auf der Suche nach  Bekannten aus der Vergangenheit und seiner Zeit vor vielen Jahren in Tobago.
Diese Zeit wurde als seine "Glorreiche" dargestellt. Was er da so alles gemacht und bewirkt hat.
Auf der Farm ehemals als Manager und auch sonst wo.
All diese Geschichten wurden im Laufe der letzten Jahre von einigen Leuten auf der Insel fuer mich ins rechte Licht gerueckt. Er war nie sehr beliebt, viele mochten ihn nicht, was er selbst nie bemerkt hat. Ich habe mir Sprueche angehoert wie: Trevor wollte doch nie arbeiten, der war doch mehr am Beach als alles andere. Oder : Josi was glaubst du wie froh viele Frauen sind das es nicht sie getroffen hat, sondern Dich. Das muss man erst einmal verstehen und dann verdauen.
                                    Warum bin ich auf solch einen Typen abgefahren ?

Das aber alles Schlechte auch etwas Gutes hat moechte ich nicht unerwaehnt lassen.
Mit meinem Mann doch noch einige Zeit, zwar nicht lange, unterwegs lies mich neben meinem grossen Mann zu unscheinbar wirken. Ich war ( nur ) Trevors Frau.
Jetzt bin ich Josi die Frau mit den Ziegen, die den Kaese macht, die schwer arbeitet und etwas erreicht hat.
Ich werde zwar nicht reich aber man respektiert mein Koennen und laesst sich von mir auch etwas ueber Ziegenhaltung oder gesunde Ernaehrung sagen und das in einem fremden Land und ganz ohne maennliche Hilfe.
Was will ich mehr !
Sitzecke unter Palmendach

so schoen ordentlich war damals alles

Donnerstag, 6. Januar 2011

I`M ONLY A GOAT FARMER

Heute mal etwas ganz anderes. Hier ein Gedicht oder wie immer man es auch nennen mag.


I'm Only A Goat Farmer
                - author unknown -               

I'm only a goat farmer.
I know the sun better than anyone, and the soil, and the wind, and the rain and the cold.
I am the man who works with them, who loves them, and sometimes fears them.
I'm only a goat farmer.

I am the sower of seeds. I am the tender of stock. I am the reaper of the harvest.
I am sweat, and tears, and pride.
I'm only a goat farmer.

I am the man who feeds the young, and the old, the weak, and the strong.
I am the black earth of Spring, the green hills of Summer, the harvest gold of Autumn,
And the cold white stillness of Winter.
I'm only a goat farmer.

I am warm memories of the past, the steely reality of the present, and a hopeful dream of the future.
I am a optimist, a thinker, a watcher, And a doer.
I'm only a goat farmer.

I live in a complex world, made of simple things; and they are my source of joy, and hope, and comfort.
I have walked the morning fogs. I have paused for the summer song of the meadowlark,
enjoyed the beauty of the wild prairie flowers in the north pasture, And
I have savored the smell of freshly cut alfalfa hay carried by the warm summer breeze.
I have paused, remembering, by the stream I knew as a boy.  I have felt the power of a thousand Kansas storms
And rejoiced in the fresh world left in their wake.
I'm only a goat farmer.

I am an accountant, a chemist, and a doctor.
I am a midwife, and a mechanic.  I am a seller, a trader, and buyer.  I am husband, helper, and partner to my wife.
I am a father, comforter, and teacher to my children and grandchildren.
I'm only a goat farmer.

Not a man of riches, but a man of great wealth.  I have learned to treasure life and all things living.
To respect their maker, and my own.
I am humbled by the earth's bounty and awed by endless rebirth at kidding time.
I am fascinated by the marvelous minutiae of my world and enriched by their beauty.
I'm only a goat farmer.

If a man can be truly free, then I truly am.  The day, the week, the month
They have been entrusted to me. They are mine to spend. They are mine to invest. They are mine to use wisely.
It is a solitary profession I have chosen; Or, perhaps, that I have been chosen for.
A profession where there are no certainties.  Where no guarantees are granted,
No promises given, no excuses taken.
I have but one man to answer to, one man to depend on, one man to confide in;
And in the quiet of the years, I have come to know him well.

I'm only a goat farmer.

I try to be a good custodian to those precious little animals that God has entrusted to my care.
I am the good shepherd, I know my own and they know me.
I'm only a goat farmer.

I am perseverance, and creativity, and courage.
I'm only a goat farmer.
I am confidence, and ingenuity, and intelligence, and integrity.

I'm only a goat farmer.
A seeker of excellence, and I will endure.

Sonntag, 19. Dezember 2010

endlich im Paradies.........

Mir war eigentlich immer klar das wir arbeiten muessen. Mein Erspartes sollte nicht aufgegessen werden.
Schon nach sehr kurzer Zeit wurde mir bewusst das gerade das passierte. Mein guter Mann hat ueberhaupt keine Anstalten gemacht Geld zu erwirtschaften. Obwohl es in T&T immer moeglich ist irgendwie etwas zu verdienen. Die ersten Monate verstrichen und nichts passierte ausser Gerede, Gerede und nochmals Gerede.

Ich wurde sehr unruhig. Mein Geld fuer Essen ausgeben, das teure Schulgeld fuer Michaela ,Trevors Tochter zu bezahlen und keine Einkommensquelle in Sicht. Wochen vergingen ohne das etwas passierte.
Sogar fuer noetige Reparaturarbeiten wurden Arbeiter angeheuert und ich musste zahlen..
Nun wurde mir zum ersten mal klar was es bedeutete wenn Trevor sagte ich habe dieses oder jenes gemacht in der Vergangenheit. Es sollte wohl heissen ich habe dieses und jenes machen lassen.
Mich hatte fasziniert das er sein Haus in Trinidad selbst gebaut hatte, so dachte ich.

Waren das nun Verstaendigungschwierigkeiten oder hat er sich wissentlich als Allrounder dargestellt.
Ich weiss heute das es letzteres war. Mit irgend etwas muss man sich "Gross" erscheinen lassen wenn man sonst nichts vorzeigen kann.
Er hat sich unter anderem damit vergnuegt durch den Busch zu laufen und wahllos Kuerbiskerne auszustreuen. Die Kuerbisse sind sogar gewachsen und haben Monate spaeter die Ladeflaeche des Pick Ups gefuellt.
                                               Was machten wir nun mit den Kuerbissen ?
Natuerlich verkaufen, man kann so etwas doch nicht verkommen lassen. Viele waren von den Ziegen, einige hatten wir schon zu dieser Zeit, angeknabbert und somit wollte die keiner kaufen.
War das eine Fahrerei diese Zentner Kuerbisse los zu werden. Natuerlich gab es bei uns auch tagelang nicht anderes zu essen als Kuerbisse, bis sie zu den Ohren wieder heraus kamen.

Das einzig Gute woran ich mich aus dieser Zeit erinnern kann waren die Pfunde Fett die  nur so von der Figur purzelten.
In meinem Buerostuhl mit leckerem Essen angegessenes Gewicht normalisierte sich. Jetzt passten aber kaum mehr meine Kleider. Na ja so schlimm war das auch nicht, ich hatte ja noch  Sachen aus meiner schlankeren Zeit.
Wer interessiert sich schon fuer Modefragen im Paradies?

Der erste  Besuch hat sich  angekuendigt. Karin eine Freundin aus Rheydt in der Heimat wollte uns besuchen.
Sie hat in den 6 Wochen unseres Aufenthaltes im Jahr zuvor in Tobago, auf Michaela in Deutschland aufgepasst. Als Entschaedigung, denn Michaela war schon damals eine Zumutung, konnte sie einige Zeit hier verbringen.

 Zu dieser Zeit kam es schon zu den ersten  entscheidenden aggressiven Zwischenfaellen in    meiner  Beziehung zu Trevor.
 Meine Nerven  waren jetzt zum zerreisen gespannt.
 Als Deutsche an die Sicherheit eines Monatsgehaltes  gewoehnt, konnte ich mit dieser Art ins "Blaue" zu  leben  nichts anfangen. Von jeher habe ich Faulheit  und  Bequemlichkeit nicht akzeptiert.

 Das ist auch heute noch  so und trotz der langen Zeit  die ich hier wohne kann ich  mich darueber aufregen    wenn  es Familien schlecht geht,  nur weil der  Ernaehrer/in  nicht arbeiten will.


                     

Trevor hat mir  vorgeworfen das ich das  Leben nicht  geniessen kann   und  mich "Workoholic"  genannt.  Was natuerlich nicht stimmt,  denn ich kann sehr wohl  die Beine baumeln lassen und auch mal nichts tun.

Ein gutes Buch lesen  oder wie jetzt etwas schreiben   und noch einiges mehr. Arbeit bedeutet Freude fuer   mich, nicht  notwendiges Uebel.
Ebenso ist mir etwas zu eigen was mansche nicht moegen und mich auch nicht bei jedem beliebt macht.
Ich sage was ich denke und ich bin nicht mit einem "Smile Gesicht" geboren.
Die grosse Suende die ich begangen habe, ich nannte ihn bei einer Diskussion  einen GIGOLO ! Nichts anderes als die Wahrheit.
Viel spaeter habe ich erfahren das es immer so war in Trevors Leben. Nie, ich sollte sagen fast nie, hat er etwas eigenes auf die Fuesse gestellt. Immer hat irgend eine Frau fuer ihn die Kohlen aus dem Feuer geholt.

Auf jeden Fall brachte mir das meinen ersten Schlag ins Gesicht ein. Meine Brille flog ins Gras und ich musste sie, halb blind auf den Knieen rutschend, suchen. Das alles spielte sich draussen ab, wir hatten ja Gaeste.
Karin hat es natuerlich vom Fenster aus gesehen. Dies hilft mir etwas die Sache  realistisch zu sehen und mir nicht selbst die alleinige Schuld auf zu laden nach so langer Zeit.

Trevor weigert sich hartnaeckig auch nur irgend etwas zu zugeben . Woertlich in seinem Antwortschreiben zur Klageschrift,  ich habe nun endlich die Scheidung eingereicht. " Noch nie in meinem Leben habe ich eine Frau geschlagen" Es fing  auch nur mit schubsen und Schreierei an. Ich dummes Luder habe die Vorzeichen nicht sehen wollen. Von diesem ruhigen Mann haette ich das auch nie geglaubt.

Weiter ging es mit Streitereien, natuerlich alles meine Schuld !! Wer es glaubt.
Ofmals war Michaela der Anlass. Diese schon immer zu Luegengeschichten neigende  total verzogene Goere intrigierte geschickt.
Nach unserer  Ankunft in Tobago zeigte sie wieder dieselben Verhaltensmuster wie zur Zeit unseres Kennen lernens in Trinidad. Ihre grosse Schwester, immer noch in Trinidad lebend, hat das bereits gestoerte Kind auch noch mit ihrer Aversion gegen mich beeinflusst. Woertlich von Michaela zu mir, meine grosse Schwester mag Dich ueberhaupt nicht !!!
Kinder merken schnell wie der Hase laueft und Trevor hat, obwohl er seine Tochter kennen musste, nicht wie ein richtiger Vater reagiert.
Ploetzlich war ich nur noch das Ungeheuer. Sprueche wie: Sie wollte mich die Treppe runter schmeissen oder Sie hat dieses oder Sie hat jenes gemacht wurden fuer bare Muenze genommen.
Ich war nichts anderes als eine Mutter, die strikt an ein Lodderleben gewoehntes Kind in  richtige Bahnen lenken wollte. Das man dann bei dem Kind nicht so sehr beliebt ist steht fest.

Mein Ehemann hatte nun eine neue Gespraechspartnerin seine 12 jaehrige Tochter. Er hat seine Probleme mit ihr besprochen und ueber mich geschimpft. Damit hat er Michaela in eine Position gedraengt die sie heute noch innehat. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich werde spaeter darueber berichten.

Man hat kaum noch mit mir geredet und ich wurde in jeder Hinsicht ignoriert. Auf der Strasse liefen die beiden wie Mann und Frau neben einander her. Mansches mal hat sie sich bei ihm eingehaengt wie Ehepaare das schon mal tun. Mir hat er ganz offiziell das Amt als Mutter zu fungieren verboten. Die Rechnungen bezahlen durfte ich schon.

Da hatte ich nun mein Paradies...........

Freitag, 12. November 2010

auf nach Trinidad und Tobago....

Endlich war es soweit. Plaene wurden in die Tat umgesetzt. Meinen Job habe ich nach 10 Jahren Betriebszugehoerigkeit gekuendigt. Ich hatte genug Tischgaeste zufriedengestellt. Oder auch nicht ? Die Jahre als Betreibsleiterin eines Cateringunternehmens waren lehrreich und sehr arbeitsintensiv. Vor allem aber wurde die Situation, in einem Fremdunternehmen beschaeftigt zu sein, zu unsicher. Kollegen wurden abgeschossen wie die Fliegen von der Wand.
Ich wollte nicht zu denen gehoeren die man weg rationalisiert oder der man das Gehalt kuerzt und die Arbeit vermehrt.
In Tobago hatten wir waehrend des letzten Urlaubs das vorhandene Cottage bewohnbar gemacht und sind danach nur so lange in Deutschland geblieben bis alles organisiert und gepackt war.

Dreimal kann man raten wer dies alles gemacht hat. Aber klar es waren ja auch meine Sachen die mit auswandern sollten.


Diese Kartons und noch mehr habe ich alle
gepackt.

  




Das war unser Container, extra lang und extra
hoch. Mein Gott war das spannend. Ob da wohl alles rein passt ?






Der Container kommt  in Tobago bei uns an.
Er war nur zwei Wochen auf See. Hat aber dann sechs Wochen im Hafen von Trinidad festgehangen, weil man wichtigeres zu befoerdern hatte.
Eine Trinidadierin hatte im Jahr zuvor den Titel Miss Universum gewonnen. Daraufhin wurden nun die naechsten Misswahlen hier abgehalten.
Die schoenen Damen mussten natuerlich auch Tobago besuchen. Extra fuer diesen Besuch hat man noch schnell eine Tribuene ueberdacht. Die Schoenheiten durften ja nicht nass werden. Das Materiel dafuer kam ebenso mit bewusster Faehre. Natuerlich war das wichtiger !

Die ausgeladenen Sachen werden vom Zoll kontrolliert. Sind da auch keinen neuen Sachen mit dabei. Wenn ja gibt es die vorgeleisteten 5000 TT $ fuer Zoll natuerlich nicht zurueck.









Alles wird im Garten abgeladen. Ich habe zu bestimmen wo es hinkommt. Trevor spielt derweil
mit den kleinen Kueken, auf dem Karton vor ihm.
Mal wieder typisch.
Josi wann wirst du erwachen !!!




Das kleine Cottage wird mit den Moebeln von mir
ausgefuellt und heimelig gemacht.
Der Computer darf nicht fehlen, fast die einzige Verbindung nachhause.









Schon nach kurzer Zeit ziehen die ersten Tiere bei uns ein. Meine beiden Papageien, Bibbi und Birdy.
Sie lernen in kuerzester Zeit sprechen und singen.
Ach was ist das Leben schoen, soviel Natur und Tiere um uns herum.










Meine ersten Ziegen. Zwei British Alpine nennt man sie hier. Ich nenne sie Bella und Lina.



Nun nimmt alles seinen Gang. Die Farm waechst und der Alltag holt uns sehr schnell ein.

Sonntag, 17. Oktober 2010

zuerst einmal nach Deutschland.

Mehrmals habe ich in dem folgenden Jahr Trinidad besucht. Ach Gott was war ich verliebt. Ich habe geglaubt den besten Mann gefunden zu haben. Er war so ruhig und ausgeglichen.
                                              Das muss der richtige sein, dachte ich !

Das naechste Weihnachtsfest haben wir zusammen in Deutschland verbracht. Fuer mich war es ganz normal das ich meiner Liebe die Tickets nach Deutschland bezahle. Erster massiver Fehler meinerseits. 

Heute nach so vielen Jahren weiss ich mit Sicherheit das es falsch war. Er war nicht so mittellos das er das nicht haette finanzieren koennen. Wenn man etwas ganz wirklich erreichen will findet man auch Mittel und Wege es zu bekommen.

Schon in 1995 haben wir geheirat, viel zu schnell. Zuerst einmal habe ich alleine in Deutschland gelebt. Die Telefonrechnungen waren entsprechend hoch. Trevor hat Briefe verfasst  die ich nur mit Muehe und Not lesen konnte.  Die Sprachschwierigkeiten waren nicht gering.
Fuer mich stand von Anfang an fest das ich zu ihm ziehen wuerde und  ich glaube Trevor wollte das auch.
Wir hatten besprochen das er daran arbeitet eine Selbstaendigkeit in Trinidad , in die ich investieren wollte, zu finden.
Das kleine Cafe besser gesagt Kiosk,  im Zoo von Port of Spain das er betrieb,  war schon einmal ein Start.
Mit viel Muehe, wegen mangelnder Englischkenntnisse, habe ich mit ihm einen Plan ausgearbeitet wie es funktionieren koennte.
Das Kiosk wurde neu ausgeschrieben, er hatte nur einen Vertrag fuer 1 Jahr bekommen. Das ist so ueblich hier, man muss dann wieder neu bieten.
Leider hat die Zoodirektion das Angebot nicht angenommen. Spaeter habe ich dann auch erfahren warum.
Man war mit seiner Art das Kiosk zu fuehren nicht einverstanden.
Ich hatte schon gemerkt das mein Geliebter etwas bequem war. Morgens im Geschaeft zuerst einmal lange Zeitung lesen usw.
Aber man ist ja blind und findet zudem noch tausend Ausreden fuer ein solches Verhalten.
Nun war angesagt etwas Neues zu finden wovon wir leben konnten !
In fast jedem Telefongespraech wurde darueber gesprochen. Auf meine Fragen was er denn so unternimmt um die Situation zu aendern hatte er keine Antwort.
Sein Haus in Maracas an Trinidads Nordkueste hatte er in der Zwischenzeit auch verloren.

Ja, mein Guter hatte in seinem Leben schon viel Mist gemacht. Er hat auch offen darueber gesprochen.
Von Drogenkonsum der schlimmsten Art ueber falsche Investitionen im Geschaeftsleben. Aber das lag lange zurueck und hatte mit unserem Leben nichts zu tun.
Fehler Nummer zwei den ich gemacht habe ! 
Solch schwerwiegenden Sachen in einem Menschenleben hinterlassen immer deutliche Spuren. Ich bin solchen Problemen nicht gewachsen und kann damit auch nicht umgehen.

Fuer mich war klar, Trevor musste erst einmal nach Deutschland kommen. Er brauchte Hilfe, er schafft das nicht alleine. Es passierte nichts fuer unsere Zukunft. Ich konnte noch nicht weg, musste noch Geld verdienen.
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Also bezahlte ich wieder mal die Tickets und er kam mit seiner juengsten Tocher in den Sommerferien zu mir. 
In diesen Wochen haben wir dann beschlossen, das er erst einmal in Deutschland bleibt. 
Wir waren dann doch noch fast drei Jahre hier und ich war der "Macher".